Newsnational Montag, 22.05.2023 |  Drucken

Offener Brief: Konkrete Visaerleichterungen für Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien

Erleichterungen seitens der Bundesregierung sind unzureichend. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern daher weitere Hilfsmaßnahmen. Der ZMD gehört zu Mitunterzeichnern

Nach den verheerenden Erdbeben in Syrien und der Türkei mit mehr als 50.000
Todesopfern, stehen viele Familien noch immer ohne Wohnung, Nahrung und Medizin sowie ohne Schulen und Arbeit da. Zahlreiche Familienangehörige, die in Deutschland leben, haben Hilfe geleistet und ihre Familien aus der Türkei und Syrien angeboten, sie bei sich aufzunehmen.

In den Medien wird nach wie vor seitens der Politik verkündet, dass Visaerleichterungen für Familienangehörige aus den Erdbebengebieten geschaffen wurden. Bei den betroffenen Familien kommen diese Erleichterungen laut des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats nicht an. Zusammen mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen fordern sie daher in einem offenen Brief dazu auf, konkrete und unbürokratische Visaerleichterungen für alle Familienangehörigen aus den Erdbebengebieten zu schaffen und bestehende Hindernisse abzuschaffen. Zu den Mitunterzeichnern gehört u.a. der ZMD.

Die Forderungen im Offenen Brief lauten wie folgt:

Wir fordern einen flexiblen Umgang mit der Voraussetzung der Vorlage eines Reiseausweises (Vorlage anderer amtlicher Dokumente ggf. mit Lichtbild und eidesstattliche Versicherung über die Personenidentität von einreisender Person und eingeladener Person).

Wir fordern, dass die eingeladenen Personen, die aufgrund des humanitären Notfalls einreisen und bei ihren eigenen Familien leben werden, ohne Abgabe einer Verpflichtungserklärung einreisen können.

Wir fordern, dass die Einreise von Familienangehörigen über den 1. und 2. Grad hinaus ermöglicht wird.

Wir fordern, dass die gleichen Regelungen zur Einreise und Aufenthalt in Deutschland für alle vom Erbeben betroffenen Familienangehörigen aus Syrien und aller anderen Staatsangehörigkeiten gelten.

Wir fordern, dass vom Erdbeben Betroffene die Möglichkeit erhalten, online Visaanträge zu stellen. Im Hinblick auf die zu treffende Migrationsrisikoprognose sollte eine Einreise nicht daran scheitern, dass es sich um ein Krisengebiet handelt. Vielmehr sollten Kriterien wie
Erwerbstätigkeit, Familie im Herkunftsland oder Eigentum Berücksichtigung finden.




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